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Das Debattieren

Gibt es den gerechten Krieg? Soll jegliche Einschränkung der Redefreiheit aufgehoben werden? Sollen Auslandsadoptionen verboten werden? Brauchen wir eine Einheitssteuer ("Flat Tax")? Sollen nur noch Produkte in die EU importiert werden, die Fair-Trade-Standards entsprechen? Es gilt, Farbe zu be­ken­nen: sich eine Mei­nung zu bil­den und sie zu ver­tei­di­gen.

Aber wieso strei­ten? In einer de­mo­kra­ti­schen, plu­ra­lis­ti­schen Ge­sell­schaft sind Mei­nungs­bil­dung und Dis­kus­sio­nen we­sent­li­che Tä­tig­kei­ten des öf­fent­li­chen Le­bens. Es han­delt sich um ver­fas­sungs­recht­lich ga­ran­tier­te Werte, die erst ein frei­heit­li­ches Ge­mein­we­sen ga­ran­tie­ren kön­nen. Auch in den Par­la­men­ten de­mo­kra­ti­scher Staa­ten gilt es, The­men um­fas­send zu er­ör­tern, um an­schlie­ßend eine sach­ge­rech­te Ent­schei­dungs­fin­dung zu er­mög­li­chen.

Wieso strei­ten üben? De­bat­tier­clubs de­bat­tie­ren nach prä­zi­sen Re­geln zu ak­tu­el­len, meist po­li­ti­schen The­men. Die fes­ten Re­de­zei­ten, das re­gu­lier­te Fra­ge­recht und die zu­ge­los­ten Po­si­tio­nen trai­nie­ren Rhe­to­rik, Sach­kom­pe­tenz und Team­work. Zu zweit oder zu dritt müs­sen kom­ple­xe Sach­ver­hal­te schnell durch­dacht, ge­glie­dert und an­ge­mes­sen prä­sen­tiert wer­den. Den Kon­tra­hen­ten ist zu­zu­hö­ren, ihre Ar­gu­men­te sind zu wi­der­le­gen und den geg­ne­ri­schen Red­nern sind mög­lichst tref­fen­de Zwi­schen­fra­gen zu stel­len. Rhe­to­rik und gute Ar­gu­men­ta­ti­on ent­schei­den über Sieg oder Nie­der­la­ge.

Pro und Con­tra kom­men ab­wech­selnd zu Wort, jede Rede ver­sucht die vor­an­ge­gan­ge­ne zu wi­der­le­gen. Eine Jury be­wer­tet die De­bat­te und hilft den Red­nern sich zu ver­bes­sern. Tur­nie­re sind die Hö­he­punk­te des De­bat­tie­rens. Sie bil­den Kno­ten im Netz­werk en­ga­gier­ter Stu­den­ten mit gutem All­ge­mein­wis­sen. Im Wett­be­werb mes­sen sich Mann­schaf­ten aus Deutsch­land und der gan­zen Welt. Viele Tur­nie­re, dar­un­ter ins­be­son­de­re Eu­ro­pa- und Welt­meis­ter­schaf­ten, för­dern den in­ter­na­tio­na­len Aus­tausch und eng­li­sche Sprach­kennt­nis­se.

Die Deutsche Debattiergesellschaft unterstützt den sportlichen Debattierstreit. Als Alumni und Förderer des Debattierens haben wir unsere debattantischen Wurzeln fast alle in studentischen Debattierclubs in Deutschland und darüber hinaus. Wir glauben, dass die sportliche Debatte jungen Menschen das Rüstzeug an die Hand gibt, aktiver Teil der demokratischen Gesellschaft zu sein.




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